Dienstag, 10. April 2012

Welche Edelmetalle finden sich im PC?

PCs, Notebooks und andere IT Elektronik enthält wertvolle Metalle wie Gold, Silber oder Palladium. Welche genau, das ist abhängig vom Modell und  seiner Ausstattung
Eine Untersuchung aus den USA aus dem Jahr 2005 gibt die zum damaligen Zeitpunkt aufgefundenen Edelmetalle und sonstigen Inhaltsstoffe wieder:

Ausgehend von 35Kg Gesamtgewicht ( Computer + Röhrenbildschirm)

Nichtmetalle:
Plastik 23% (Gehäuse)
Silizium 25% Glass, CRT, Board
Edelmetalle:
Gold 0.0016% Steckverbinder
Silber 0.019% Board
Palladium: keine Angabe
Platin: keine Angabe
Unedle Metalle:
Eisen 20.5% CRT
Blei 6.3% Bildschirm, metallische Verbindungen
Aluminium 14% Gehäuse
Zink 2.2% Batterie, Phosphor Emitter, CRT
Nickel 0.85% CRT
Zinn 1% metal joining, CRT
Kupfer 7% CRT, Pins
Magnesium 0.03 CRT,Board
Sonstige Metalle:
Germanium 0.0016% Halbleiter, Board
Gallium 0.0013% Halbleiter, Board
Barium 0.03% CRT, Vacuum Röhre
Tantalum 0.016% Kondensatoren,Netzteil
Indium 0.0016% Transistoren
Vanadium 0.0002% CRT
Beryllium 0.016% Board, Steckverbinder
Europium 0.0002% Board
Titanium 0.016% Gehäuse
Ruthenium 0.0016% Board
Cobalt 0.016% CRT, Board
Antimon 0.01% CRT, Board
Bismuth 0.006% Board
Chrom 0.006% Gehäuse
Cadmium 0.01% CRT, Board, Batterie
Selen 0.002% Board
Niob 0.0002% Gehäuse
Yttrium 0.0002% CRT
Quecksilber 0.002% Board, Batterien, Gehäuse
Arsen 0.001% Board

(Werte gerundet)

Neuere Rechner haben etwas andere Werte, da zum Beispiel der Röhrenmonitor durch Flachbildschirme abgelöst wurde. Trotzdem ist die Aufstellung interessant für alle, die recyclen. Palladium als Inhaltsstoff fehlt völlig, einige Elemente wie Cadmium, Quecksilber und Blei dürfen heutzutage in IT Elektronik garnicht mehr vorkommen.

Dienstag, 3. Januar 2012

Wieviel Gold steckt in einer CPU?


Alte Prozessoren sind oftmals Gold wert
Das Herzstück eines jeden PCs ist der Prozessor, auch CPU genannt. Er ist die "Schaltzentrale" des Computers.
Im Laufe der Entwicklung wurden immer mehr Funktionen in den Chip integriert. Bekannte Hersteller sind Intel und AMD, früher aber auch Cyrix, IBM und Texas Instruments.
Der Goldjunge liefert am meisten!
Hält man solch einen "Goldkäfer" in den Händen, bemerkt man das zahlreiche Gold an Beinen und dem Gehäuse. Und ja - es ist wirklich Gold! Allerdings weniger als man oftmals meint. Dennoch ist es mehr als wirtschaftlich, bei entsprechenden Mengen an Prozessoren, dieses Gold zu fördern.
Auch lukrativ: Slot CPUs von AMD und Intel
Die CPU Beine, genannte "Pins" sind übrigens nicht aus reinem Gold, sondern 24 Karat vergoldete Drähte. Sie können durch die CBX Methode oder durch Köngiswasser zu reinem Gold verarbeitet werden. Auch die Deckplatten der CPUs sind oftmals vergoldet und lohnen. Viel Gold, nämlich 10%-20%, findet sich jedoch auch im Inneren der Prozessoren. Dort verbinden winzige, dünne Drähte (Sog. Bonddrähte) das eigentliche Siliziumplättchen mit den Beinchen, die später im Sockel die Verbindung darstellen.
Die CPU muss also zu Gewinnen dieser Golddepots, geöffnet und mit Chemikalien behandelt werden. Wichtig für den Anwender ist es jedoch zu wissen, wie viel Gold in einer jeden CPU steckt.
Wir verraten es hier einmal: zwischen 0,05g und 0,25g sind die übliche Menge des (theoretisch) gewinnbaren Goldes.
Hier wird Ihnen geholfen - Das Goldbuch enthält Angaben zum Goldgehalt der meisten Prozessoren ;-)
Ein Kerl bildet jedoch die große Ausnahme: Der Intel Pentium Pro Prozessor liefert bis zu 0,7g Gold und steht somit an erster Stelle bei den PC Goldschürfern. Dieser Wert ist mittlerweile aber sehr umstritten und wird teilweise auch nur mit der Hälfte gehandelt. Preise bis zu 40€ für gebrauchte Stücke lassen das Ganze jedoch nur für solche Goldsucher wirtschaftlich erscheinen, die billig an die CPUs herankommen. Schließlich braucht man noch einiges an Chemie und Ausrüstung, die ebenfalls Geld kostet. 
Wenn Sie wissen wollen, in welcher CPU wie viel Gold enthalten ist, dann besorgen Sie sich das Goldbuch mit einer umfangreichen Liste fast aller jemals produzierten Prozessoren und deren Goldgehalt! (Siehe Bilder oben)
So wissen Sie beim Einkauf ganz genau, wie viel die Fuhre wert ist!

Ein weiteres Hilfsmittel is die App "Is it Gold?" die es für Android und Apple  iOS gibt. Diese App erkennt mithilfe künstlicher Intelligenz Gold und Silber  anhand eines Fotos vom Gegenstand. Damit kann man auf Flohmärkten, Haushaltsauflösungen und sogar auf dem Schrottplatz echtes Gold entdecken!

Zu finden unter:


Is it Gold? App Screenshot









Sonntag, 1. Januar 2012

Goldgrube Handy

Wieviel Gold steckt in einem Handy?
In der Frühzeit der mobilen Kommunikation war das Gold billig und Mobiltelefone teuer. Die Hersteller konnten es sich leisten, viele wertvolle Materialien bei der Konstruktion von Handies zu verwenden.
Darunter natürlich auch Gold. Doch wozu braucht man eigentlich das Gold im Handy?
Verschiedene Handyplatinen
Gold hat einige wichtige Eigenschaften, für die Nachrichtentechnik. Zum einen ist Gold ein sehr guter Leiter, mit geringem Widerstand. Zum Anderen korrodiert Gold nicht an der Luft. Daher sind die Tastenfelder auf der Handyplatine (Mäander) aus Gold. Sie werden häufig gedrückt, dürfen daher nicht abreiben und korrodieren, da sie sonst nicht mehr funktionieren.
Gold findet sich aber auch an den Umrandungen der Handyplatine. Diese dienen oftmals der Abschirmung gegen störende Strahlungen anderer Geräte und manchmal auch als eingebaute Antenne.
Apropos Antenne: Die Kontaktbuchsen, Stecker und Verbinder die die aufgedruckte goldene Antenne mit dem Gerät verbinden sind auch häufig aus Gold.
Auch der Akkuanschluß des Handies ist aus Korrosionsgründen und aufgrund des geringen Übergangswiderstandes immer aus Gold, bzw. goldbeschichtet.
Nun sind nicht alle Handies baugleich. Einige Hersteller haben Gold durch billigere Materialien ersetzt oder den Goldauftrag zu einem hauchdünnen Schichtchen verkommen lassen ("Flashgold"). Daher ist eine allgemeingültige Aussage dazu, wieviel Gold in einem Handy steckt schwierig - es kommt eben auf das Modell drauf an. Man kann jedoch mit circa 0,05 - 0.2g pro Handy rechnen. (inklusiver aller gebundenen Vorkommen wie z.B. in Chips oder Legierungen und abhängig vom Alter des Geräts)
Übrigens: Auch die SIM Karten und der dazugehörige Anschluss auf der Handyplatine enthalten Gold!
Mehr erfahren? Das ist ein Auszug aus dem Goldbuch (Link)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Wenn der Staat das Gold des Bürgers raubt

Goldgewinnung aus Elektronik ist ein kleines Zubrot für Leute die eigentlich wenig Geld haben, nicht auf der faulen Haut sitzen wollen und bereit sind ihre Arbeitskraft für ein wenig sicheres Edelmetall aufzubringen.
Ein Staat, der pleite ist könnte jetzt auf die Idee kommen, dem Bürger zu verbieten, Gold zu besitzen und ihn dazu zwingen alles Gold,  an Sammelstellen abzugeben und gegen das von ihm gedruckte Papiergeld umzutauschen.
Goldbesitz wäre dann strafbar und durch eine simple Druckmaschine tauscht dieser Staat dann sein Spielgeld gegen hartes Gold.
Kaum zu glauben, oder? Höchstens in einer Bananenrepublik oder einem afrikanischen Diktatorenstaat, oder im Sozialismus, gell?
Dieses kleine Märchen ist aber wahr, der Staat der seinen Bürgern das Gold raubte und durch Papier entschädigte heisst: USA.
Goldbunker von Fort Knox (c) Smurfy
Die gesetzliche Grundlage war 1934 der sogenannte "Goldact" oder "Gold Reserve Act", der zur Einrichtung des Goldreservenbunkers der geheimnisumwitterten Militäreinrichtung von Fort Knox in 1936 führte.
Dort lagern bis heute die konfesszierten Goldbestände der US Bürger, eingetauscht gegen das Spielgeld US Dollar.
Gelockert wurde der Gold Reserve Act übrigens erst Mitte der 1960er Jahre.
Ja und 1934, erinnert uns das nicht an einige unbedeutende weltgeschichtliche Ereignisse in Europa und Asien?
Merke, wenn der Staat Geld braucht, greift er seinen Bürgern nicht nur abstrakt durch Steuern und Abgaben in die Taschem, er luchst dir dein Gold gegen Glasperlen ab! Und dann ab- juche- in einen Krieg, die Kasse ist ja gut gefüllt!
Goldgesetze gab es übrigens nicht nur in den USA kurz vor dem zweiten großen Krieg, nein natürlich musssten auch die Deutschen mal wieder alles abliefern was Wert hatte. So wurde von der deutschen Reichsregierung auf dem Höhepunkt der Spekulation Gesetze gegen den Besitz und spekulativen Handel erlassen.
Die Verordnung auf Grund des Notgesetzes (Maßnahmen gegen die Valutaspekulation) vom 8. Mai 1923 erlaubte der Reichsbank Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, Platinmetalle) und ausländische Währungen aus Privatbesitz für das Deutsche Reich zu proklamieren.
Die Verordnung vom 7. September 1923 setzte die in der Weimarer Verfassung festgeschriebenen Grundrechte der Art. 115 WRV (Unverletzlichkeit der Wohnung(!)), Art. 117 WRV (Brief-, Post-, Telegraphen- und Fernsprechgeheimnis) und Art. 153 WRV (Eigentumsgewährleistung) außer Kraft. Es kam zu Razzien der Polizei in Cafés und Restaurants, wobei die Besucher gezwungen wurden, ihre Geldbeutel zu öffnen. Ausländische Währungen wurden hierbei sofort beschlagnahmt.
Am 18. September 1923 unternahm die Berliner Polizei (..)eine großangelegte Durchsuchung in Restaurants und Cafes der Friedrichstadt und des Berliner Westens. Das Berliner Tageblatt schrieb einen Tag später: „Im allgemeinen hat sich die Razzia glatt abgewickelt. Verhaftungen sind nicht vorgekommen, da von den überraschten Devisenbesitzern auch ein - übrigens zweckloser - Widerstand gar nicht versucht worden ist... 
und weiter:
Diese Razzien mussten nicht nur in Berlin, sondern in allen deutschen Großstädten veranstaltet werden. Hans Ostwald schrieb 1931 in „Sittengeschichte der Inflation“: „Ständig kamen Nachrichten über Razzien aus der deutschen Provinz. Sehr ertragreich war z. B. eine Razzia in Leipzig am 23. September 1923. Auch sie brachte allerlei Ausländer, Devisenschieber und Leute ohne Ausweis ans Tageslicht und ins Polizeipräsidium.“
Grüne wollen 10€ Pfand pro Handy
In Zeiten der Inflation greifen Regierungen also gerne auf diese Form der Enteignung zurück. Die aktuelle Diskussion um das Handypfand geht eben genau in diese Richtung. 
Auf der Suche nach Rohstoffen hat man nun die Elektronik entdeckt und grübelt, wie man diese Quelle des Wohlstands anzapfen kann. Dass dabei die grundgesetzlich garantierten Eigentumsrechte gegen eine vermeindlich der Allgemeinheit zuträgliche Rohstoffgewinnung geopfert werden ist nur vorgeschoben. Kein mündiger Bürger wirft heutzutage sein altes Handy in die Mülltonne. Sie werden gehortet, weitergegeben oder eben über Ebay und Flohmärkte weiterverkauft. Die Panikmache, Handies würden im Restmüll in der Müllverbrennungsanlage verschwinden ist blanke Propaganda um den Handybesitzer zu enteignen. 
Und die Handies sind erst der Anfang....